5 Tipps zum Kamerakauf - welche Kamera soll ich kaufen, wenn ich 2026 mit der Fotografie starten möchte ?

📸 Der richtige Start in die Fotografie 2026

Du möchtest mit der Fotografie beginnen und fragst dich, welche Kamera und welches Objektiv du kaufen sollst? Eine “perfekte” Kamera gibt es leider “noch” nicht – aber die richtige für dich. Entscheidend ist, dass dein Equipment zu deinem Stil, deinen Orten und deinem Budget passt.

Im Folgenden möchte ich dir 5 wichtige Punkte aufzeigen, die dir bei deiner Entscheidung helfen werden. Ich belasse das ganze hier bewusst markenneutral, da die modernen Kameras alle super sind und es hierbei um persönliche Präferenzen geht. ich würde dir aber empfehlen, die verschiedenen Kameras im Laden in die Hand zu nehmen und mal etwas herumzuspielen. Bereits da wirst du schnell erkennen, was dich anspricht und was dir eher nicht so gefällt. (Handling, Grösse der Kamera, Farbe, Form etc.

1. Budget festlegen – wie viel sollte eine Kamera für Einsteiger kosten?

Das wichtigste selbstverständlich als erstes. Bevor du eine Kamera kaufst, solltest du dir klar machen, wie hoch dein Budget ist. Viele Einsteiger suchen nach „beste Kamera für Anfänger“ oder „Kamera kaufen Einsteiger Budget“ – doch wichtiger als der Preis allein, ist die sinnvolle Aufteilung.

Wichtig zu wissen:

  • Das Budget umfasst Kameragehäuse + Objektiv

  • Eine günstige Kamera mit gutem Objektiv liefert oft bessere Ergebnisse als umgekehrt - Wichtig! alle modernen Kameras haben eine sehr gute Bildqualität.- Schau dir wenn du unsicher bist YT-Videos an, dann hast du schnell ein gute Gefühl dafür.

  • Beachte auch dein Zubehör (Speicherkarte, Akku, Stativ, eventuell Filter) - Frage dich, wie intensiv du starten möchtest. Direkt Vollgas oder eher langsam und erstmal vorsichtig checken, ob das Hobby etwas für dich ist.

2. Fotografische Schwerpunkte – was möchtest du hauptsächlich fotografieren?

Eine der wichtigsten Fragen beim Kamerakauf ist definitiv, was möchtest du fotografieren, denn der Umfang der Funktionen, die eine Kamera hat, die Sensorgrösse und die Autofokusgeschwindigkeit entscheidet über den Preis. Um im folgenden bewerten zu können, was deine Kamera überhaupt können muss, ist wichtig zu wissen, was du benötigst. Und das folgt aus dem, was du fotografieren möchtest.


Was willst du hauptsächlich fotografieren?

Je nach Motiv ändern sich die Anforderungen teilweise sehr deutlich. Im folgenden einmal ein paar Beispiele, was für welchen Bereich wichtig sein könnte.

  • Landschaftsfotografie:
    Großer Dynamikumfang zwischen hellsten Stellen im Bild und dunkelsten Stellen im Bild), gute Detailauflösung kann interessant sein, muss aber nicht zwingend - das kommt aus meiner Sicht auf dich und deine Wünsche an (wenn du sehr weitwinklige Aufnahmen machst, kommt es nicht so sehr drauf an, wie detailliert der Baum ganz hinten ist, oder?) zudem entscheidet das Objektiv darüber, wie scharf dein Bild am ende ist, nicht die Kamera.

  • Tier- & Sportfotografie:
    Essentiell ist hierbei klar ein schneller Autofokus und auch die Frage, kann die Kamera Augen von Tieren gut und schnell erkennen und auf diese fokussieren? Weiterhin ist eine hohe / schnelle Serienbildgeschwindigkeit wichtig. Auch der Preis des passenden Teleobjektivs ist entscheidend. Aus das ISO rauschen kann interessant sein, wenn du dämmerungsaktive Tiere im Wald fotografieren möchtest. Als letztes würd eich mich fragen, macht der CROP - Faktor Sinn, den eine APSC Kamera (kleinerer Sensor) mit sich bringt? z.B. habe ich “nur” Budget für 300mm Brennweite, das würde durch den Coop von 1,6 bedeuten, dass du effektiv fast 500mm hast (aber nur an einer APSC Kamera) am Vollformat hast du dann eben nur die 300mm

  • Reise- & Alltagsfotografie:
    Hier ist es aus meiner Sicht ganz klar die Vielseitigkeit, geringes Gewicht, flexibles Zoom-Objektiv und guter Autofokus sollten hier diene Prioritäten sein. Auch die Film, oder Zeitrafferfunktionen könnten hier interessant sein.



Bonusfrage, die du dir immer stellen solltest - Was soll das Display können? Reicht es, wenn es nach oben klappen kann oder soll es auch schwenkbar sein für Bilder im Hochformat oder Vlog´s?

3. Größe & Gewicht – kompakte Kamera oder größeres System?

Die beste Kamera ist nutzlos, wenn sie immer zuhause bleibt. Deshalb spielt Größe und Gewicht eine große Rolle – besonders für Outdoor- und Reise-Fotografen.

Überlege dir:

  • Fotografierst du beim Wandern, Klettern oder auf langen Reisen? Dann ist es sicher wichtig, wenn die Kamera leicht ist (immer in Kombination mit dem Objektiv testen / denken)

  • Soll die Kamera immer im Rucksack Platz finden oder möchte ich sie immer griffbereit in einer Holstertasche oder ähnlichem haben?

  • Ist maximale Bildqualität wichtiger als Gewicht? (meistens nicht, gerade wenn man hauptsächlich für Social Media fotografiert)

Kompaktere Kameras:

  • Werden häufiger genutzt

  • Sind ideal für unterwegs

  • Haben oft moderne Technik bei geringem Gewicht

👉 Merksatz:
Je leichter deine Kamera, desto öfter wirst du sie mitnehmen – und desto besser wirst du fotografieren.

Die Nachteile können hierbei sein: mehr Iso-Rauschen bei Dunkelheit und zu wenig Megapixel (für grossformatigen Druck)

4. Tageslicht oder Nachtfotografie – ISO-Leistung richtig einschätzen

Viele Anfänger unterschätzen diesen Punkt, denn am Anfang fotografiert man vielleicht viel am Tag oder bei gutem Licht. Wenn man dann feststellt, dass das Hobby einem zusagt und man ist richtig hooked, passiert es häufig, dass man auch Nachts fotografieren möchte. Dann kann es passieren, dass die Kamera für diesen Einsatzzweck nicht ausreichend gut ist, sodass man enttäuscht ist von den Ergebnissen.
Bei welchen Lichtverhältnissen fotografierst du hauptsächlich?

  • Fotografie bei Tageslicht:
    Die modernen Kameras liefern alle durchweg sehr gute Ergebnisse, egal ob teuer oder nicht teuer.

  • Nacht-, Astro- oder Low-Light-Fotografie:
    Hier ist die ISO-Qualität entscheidend - Bist du viel in der Nacht, in dunklen Räumen oder dem Wald, lost Places oder vor Sonnenaufgang unterwegs? Dann solltest du darauf achten, dass die ISO-Performance bei wenig Licht, möglichst gut ist. Die KI-Entrauschungsfunktionen in den aktuellen Bildbearbeitungssoftwares sind aber auch schon sehr gut und können noch extrem viel rausholen.

  • Es ist zudem aber auch besonders Wichtig, was für eine max. Blendenöffnung dein Objektiv hat. Offenblenden von f2.8 oder weniger, sind extrem lichtstark und du kompensierst einen schwächeren Sensor extrem gut. So kann eine APSC Kamera mit einem f1,8 Objektiv bessere Bilder in der Nacht liefern, als eine Vollformatkamera mit einem f5.6 Objektiv)

Achte besonders auf:

  • Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten

  • Sensorgröße (APSC tendenziell schlechter als Vollformat)

  • Lichtstarke Objektive (große Blendenöffnung)

👉 Wer nach „Kamera für Nachtfotografie“ oder „ISO Leistung Kamera Vergleich“ sucht, sollte wissen: Gute Low-Light-Qualität ist wichtiger als viele Megapixel.

5. Das richtige Objektiv wählen – wichtiger als die Kamera

Ein häufiger Fehler bei Einsteigern ist es, dass zu viel Fokus auf die Kamera gelegt wird – dabei bestimmt das Objektiv maßgeblich die Bildqualität übe die Blendenöffnung, den Bokeh-Look im Hintergrund Bildschärfe und Features wie Bildstabilisator und belegbare Knöpfe

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:

  • Zoom-Objektive: vielseitig, ideal für Einsteiger und tendenziell cool für Reisen, da du Weitwinkel mit leichtem Tele verbindest, das geht häufig zu lasen der Offenblende, ist aber dadurch leicht und kompakt

  • Weitwinkel-Objektive: Landschaft & Architektur, perfekte Allrounder für Landschaftsfotografen, je nach Blende aber schwer und gross

  • Tele-Objektive: Tiere & entfernte Motive, sehr schnell extrem teuer, denn wer Lichtstärke und grosse Brennweite braucht, muss hier mit sehr hohen Preisen rechnen - dabei macht der Hersteller fast keinen Unterschied

  • Festbrennweiten: hohe Qualität, lichtstark, kreativ - aus meiner Sicht perfekt für den Start, denn mit der Einschränkung nicht zoomen zu können, lernst du sehr schnell, wie du sich bewegen musst und wie du den Bildaufbau wählen musst, für tolle Bilder. Der Nachteil ist dabei natürlich, dass du dich sehr beschränkst.

Empfehlung für Anfänger:

  • Starte mit einem flexiblen Zoomobjektiv mit Blende f4 (wenn du keine Nachtfotos machen möchtest) Damit hast du eine hohe Flexibilität. z.B. ein 24 - 70mm Objektiv - nimm aber den KIT - Objektiv, wenn du ernsthaft fotografieren möchtest, denn du wirst dann schnell merken, dass dir das nicht reicht. Selbst wenn du feststellst, dass du das Hobby nicht lange machen wirst, Objektive sind sehr wertstabil.

  • Ergänze später gezielt je nach Stil - am besten mit einer Festbrennweite für z.B. Nachtfotos oder Portrais

👉 Objektive werden oft länger genutzt als Kameragehäuse – sie sind definitiv nachhaltigere Investition. Beachte aber, dass die Anschlüsse von Kameraherstelelrn unterschiedlich sind. Entscheidest du dich z.B. für Nikon und hast irgendwann 4 oder 5 Objektive angeschafft, ist ein Herstellerwechsel zu Sony nicht so einfach möglich, da du dann auch alle Objektive neu brauchst.


Ich hoffe das ganze war hilfreich für dich und lässt dich eine gute Entscheidung treffen. Wenn du gezielte Fragen hast, darfst du mich gerne jederzeit fragen, ich versuche dir gerne bestmöglich bei der Entscheidungsfindung zu helfen :)

👉 Wenn du mit der Fotografie starten möchtest und daher gerne einen Workshop oder eine Fotoreise mitmachen möchtest, freue ich mich auf dich. Für die Fotoreise auf die Lofoten ist nur noch ein Platz frei, die anderen Reisen und Workshops haben noch ausreichend Plätze, sodass du mit dabei sein kannst :)

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Fotospots finden: Location-Scouting in der Landschaftsfotografie